Aktionen

Aktionen

Nutzen Sie eine unserer Aktionen um beim Brillen-Kauf Geld zu sparen

Mehr

Brillen

Brillen

Suchen Sie Ihre Brille aus einem Angebot von über 1000 Brillen aus.

Mehr

Geschäft

Geschäft

Besuchen Sie unser Geschäft in der Limesstr. 64 in München-Aubing

Mehr

Geschenk-Gutschein

Geschenk-Gutschein

Machen Sie Ihren Liebsten eine Freude: Der Geschenk-Gutschein für Fleissner-Optik.

Mehr


Brillen aus dem Internet

Brillen aus dem Internet können zu Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Schwindel führen


Das bestätigte das Landgericht Kiel in einem nun rechtskräftigem Urteil vom 30.10.2012. Mit diesem Urteil wurde es dem Brillen-Internethändler 4 Care GmbH (www.lensbest.de) verboten, Korrektionsbrillen im Internet mit dem Hinweis „Immer in erstklassiger Optiker-Qualität“ zu bewerben und anzubieten. Das Gericht stützt seine Entscheidung auf ein Sachverständigengutachten des Mediziners Prof. Dr. Hans-Jürgen Grein von der Fachhochschule Lübeck, welches Internetbrillen mangels fachmännischer Zentrierung eine nur eingeschränkte Verträglichkeit attestiert.

In der Urteilsbegründung heißt es, mit dieser Werbeaussage erwecke der Internethändler beim Verbraucher den falschen Eindruck, dass eine online gekaufte Brille immer die beste Qualität aufweise, die der Verbraucher auch bei einem stationären Augenoptiker erhalten könne. 
Der Gutachter stellte fest, dass bei Korrektionsbrillen, die über verschiedene Internetportale bestellt werden, die Einhaltung der einschlägigen DIN-Normen und damit die Verträglichkeit für den Kunden nicht gewährleistet sein könne. „Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schwindel oder tränende Augen“ könnten Folgen der Benutzung von Brillen aus dem Internet sein. „Im Extremfall entstünden für den Brillenträger Doppelbilder“, so das Gericht unter Hinweis auf das Gerichtsgutachten. 
Der Grund für solche Gesundheitsbeeinträchtigungen sei darin zu sehen, dass Internetbrillen im Vergleich zu den von einem stationären Augenoptiker gefertigten Korrektionsbrillen nur auf einer viel schmaleren Datenbasis hergestellt werden. Während im Internet nur die auf dem Brillenpass vermerkten Refraktionswerte (Sphäre, Zylinder, Achslage) und der Augenabstand (Pupillendistanz) berücksichtigt werden, misst der stationäre Augenoptiker auch die sonstigen anatomischen Besonderheiten in Bezug auf die Augenstellung. So werde bei den Internetbrillen insbesondere die meistens asymmetrische Anatomie der Augen, der Nase, der Ohren, der Schläfen und der Gesichtstopgraphie nicht berücksichtigt. Eine weitere erhebliche Fehlerquelle liege bei im Internet bestellten Brillen darin, dass die Kunden per selbst angefertigter Schablone den Pupillenabstand selbst messen müssen, wenn dieser nicht auf dem Brillenpass vermerkt ist. 
Sehr erfreulich ist es aus Sicht der traditionellen Augenoptik, dass sich das Gericht mit seiner Entscheidung indirekt dem „stationären“ Augenoptiker wichtige Kompetenzen zuschreibt, die ein Onlineanbieter nicht erfüllen kann! 
Für Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker, kommt das Urteil nicht überraschend: „Das Gericht bestätigt uns vielmehr in unserer Ansicht, dass Brillen aus dem Internet die Qualitätsrichtlinien in der Augenoptik nicht erfüllen können.“